Abschied

Heute muss ich Abschied nehmen. Es ist zum Glück kein Abschied für immer … diese Abschiede finde ich grausam. Nein, wir werden uns wieder sehen und darauf freue ich mich schon. Trotzdem bin ich traurig, warst du ein Halt für mich auf Arbeit, einer der wenigen, die ich habe. Ich kann es mehr als gut nachvollziehen warum du diesen Schritt gehst, geht es mir oft doch genau wie dir. Sechs Jahre kennen wir uns und waren wir für einander da und haben uns gegenseitig zugehört, einander geholfen und Mut zugesprochen. Das wird mir alles sehr fehlen. Nun jedoch brauchst du noch mehr Mut als vorher, denn erstmal wird es schwer für dich, aber du wirst das schaffen. Wenn es jemand schafft, dann du. Wir beide wissen, dass es für dich die richtige Entscheidung war, aus mehreren Gründen, teils sind es auch meine Gründe, ich muss jedoch am Mut arbeiten und einige anderen Dingen.
Ich werde dich vermissen, deine fröhliche und positive Art und deine offene Art an neue Dinge heranzutreten, deine Ehrlichkeit, unsere gemeinsamen lustigen Momente, unsere Mittagessen und vieles vieles mehr.
Ich bin dir sehr dankbar für alles und wünsche dir alles Liebe und Gute und freue mich jetzt schon auf unser Wiedersehen und was du zu erzählen hast. Und ich hoffe, dass dieser neue Weg dich glücklich machen wird und erfüllender sein wird.
Machs gut, wir sehen uns!

Du gehörst zu den wenigen, die mich verstanden haben als ich mit dem Klecksen angefangen hatte. Dies ist dein Abschiedsgeschenk, obwohl ich es eher als Glücksbringer für deinen Neustart sehe:

Neustart

Unfertige Gedanken

Es sind viele Gedanken, die in meinem Kopf kreisen wenn ich an dich denke, doch kann ich sie oft nicht in Worten wiedergeben.

Dich kann ich nicht in Worte fassen, denn es gibt keine oder nicht genügend Worte dich zu beschrieben und wo ich anfangen soll, weiß ich auch nicht.

Du bist einfach Du.
Deine Art und Weise.
Dein Wesen.
Dein Sein.
Dein Lächeln wenn du mich mit deinem warmen Blick ansiehst.
Dein warme Hand zu spüren wenn sie über mein Gesicht streicht.
Dein Art mit Menschen umzugehen und sie so zu nehmen wie sie sind.
Deine Art zu reden und deine weise Wahl der Worte.

Du bist einer der wunderbarsten Menschen, die ich kenne.
Du bist wundervoll.
Du bist ehrlich und auch realistisch.
Du bist mehr als nur sehr lieb.
Du bist warm- und gutherzig.
Du bist sanft-würzig.
Du bist einfach liebenswert.

Du erkennst, wenn mir was auf dem Herzen liegt, nur indem du in meine Augen schaust.
Du erkennst auch im strömenden Regen, wenn ich weine.
Mit jeder kleinsten Berührung, berührst du mein Herz.

Immer hast du mir meine Fehler verziehen und mir eine Chance gegeben.
Immer hast du ein offenes Ohr für mich und bist dermaßen geduldig mit mir.
Immer hast du deinen Rat für mich oder sagst mir deine Meinung.
Immer hast du ein paar liebe und aufbauende/motivierende Wort für mich.
Immer hast du eine Umarmung für mich, wenn ich sie brauche.
Immer werde ich dir dankbarsein für alles, was du für mich getan hast und tust und was du mir alles ermöglichst hast. Ich werde dir das nie vergessen.

Du hast immer einen Platz in meinem Herzen.
Und wenn ich sage immer, dann meine ich auch immer, egal was passieren wird!

Ich respektiere dich und deine Meinung und meine Wertschätzung dir gegenüber kann ich nicht als Maß festlegen, sie ist so hoch, das kannst du dir nicht vorstellen.

Auch wenn es ein Ende geben wird, wirst du immer in meinem Herzen bleiben und du wirst mir immer fehlen, egal was bei mir gerade passiert.

Ich stehe früh morgens auf und teile mich virtuell in zwei Hälften. Alles was tagsbüber meine Aufmerksamkeit oder sonstiges verlangt wird zu gleichen Teilen von beiden Hälften abgezogen.

Was du mir gibst … einfach dich … dich … du so wie du bist, mit allen Ecken und Kanten und so ein wundervoller liebenswerter Mensch, den ich sehr liebe und nicht aufhören kann damit. Deine Liebe, die du gibst, deine äußerst liebevolle hilfsbereite Art, deine Nähe, deine Wärme und Geborgenheit, dein Geruch, deine Reife und Erfahrung, deine Haare, … das ist noch nicht alles, denn es ist einfach alles an dir, du als Komplettpaket gibst mir so viel und bereicherst so sehr mein Leben und bist so ein wichtiger Teil geworden, ohne den ich nicht mehr leben kann. Ich hab mich total in dich verliebt. Du bist so ein toller Mensch, den man nicht von der Bettkante stößt. Du bist ein Mensch, von dem viele träumen würden.

Ich kann dich nicht los lassen.

Und dann warst du auf einmal weg …

… und für mich ist eine Welt zusammengebrochen und hinterließ eine klaffende Wunde.

Wir haben uns zur Einschulung kennen gelernt, wir saßen ab dem ersten Schultag nebeneinander. Beide waren wir introvertiert und schüchtern und das hat uns ab dem ersten Tag verbunden und es entstand eine tolle Freundschaft, wir haben alles zusammen gemacht, es gab nichts, wo man uns nicht zusammen antreffen konnte, sei es in der Schule oder nach der Schule gewesen. Es hätte eine Freundschaft fürs Leben werden können, die nichts erschüttern kann. Wir waren einfach unzertrennlich, ein Herz und eine Seele, es hatte den Anschein, dass nichts dieses Glück zerstören konnte … doch es kam anders … eines morgens warst du nicht in der Schule. Es war ein Frühjahrstag in der 2. Klasse. In der ersten Pause hatte ich unsere Klassenlehrerin gefragt wo du bist. Sie nahm mich zur Seite und wir gingen auf den Flur. Sie sagte mir, dass du nicht kommen wirst, ich fragte, ob du am nächsten Tag wieder da sein wirst, auch diesmal sagte sie, dass du nicht kommen wirst. Ich war traurig, sehr traurig und die erste Träne kullerte schon. Nach einer kurzen Pause sagte unsere Klassenlehrerin mir, dass du nie wiederkommen wirst, da du mit deiner Mutter weggezogen bist. In diesem Moment ist eine Welt zusammengebrochen und ich habe Ozeane geweint. Ein Moment, den ich nie im Leben im vergessen werde und auch heute treibt es mir noch Tränen in die Augen, wenn ich daran denke. Ich kann mich an das danach kaum noch erinnern, ich habe jeden Tag geweint und jeden Erwachsenen gefragt, ob du vielleicht doch noch wiederkommst, doch es war vergebens, du kamst nicht wieder. Es hat mich Wochen … Monate sehr mitgenommen, du hast mir so gefehlt und es gab nichts, was mich aufmuntern konnte, ich war nur noch traurig und unglücklich, meine Welt lag einfach nur in Trümmern, die nicht wieder aufgebaut werden konnten. Irgendwann in der 3. Klasse ging es langsam besser, aber es verging kein Tag, wo ich nicht an dich gedacht und dich nicht vermisst habe und ich konnte nie wieder jemanden wie dich finden …

Einige Zeit später habe ich erfahren, dass unsere Klassenlehrerin es lange wusste, dass du fortgehen wirst und auch meine Eltern hatten es kurz vorher erfahren. Doch es hat es mir keiner gesagt, es hat keiner für nötig gehalten mir auch nur ein Sterbenswörtchen zu sagen. Auf der einen Seite weiß ich warum sie es nicht getan haben, ich hätte vorher schon Sturzbäche geweint, doch so hätte ich dir wenigstens noch Tschüss sagen können, auch wenn es sehr schmerzhaft gewesen und mehr wie traurig für mich gewesen wäre, aber es wäre eine Abschied, ein Abschluss gewesen. Aber so wie es gelaufen ist, war es noch traumatischer und schmerzhafter für mich. Ich weiß, dass es alle nur lieb und gut gemeint haben, aber das ist eine Sache, die ich nicht verzeihen kann, bis jetzt jedenfalls noch nicht … es hat mich nochmal zusätzlich dermaßen enttäuscht und traurig gemacht … ab diesem Punkt stand ich allen zukünftigen Freundschaften immer skeptisch gegenüber und tue es heute noch, aus Angst, dass es wieder passiert.

Wir konnten uns nie verabschieden … nie Lebewohl sagen … du warst einfach auf einmal weg, weshalb ich nie damit abschließen kann. Du hast eine Lücke in meinem Leben hinterlassen, die keiner wieder füllen kann … eine Wunde, die sich nie schließen wird … es macht mich heute noch sehr traurig …

Ich habe all die Jahre nach dir gesucht, doch nie habe ich dich gefunden … inzwischen glaube ich auch nicht mehr daran dich zu finden, auch wenn ein Fünkchen Hoffnung immer da sein wird.

Liebe Johanna … dieser Beitrag ist für dich und ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass du am Leben bist und es dir gut geht.

009_2020

Perfektikus

Nr. F_0026

APX 100, Negativ gescannt

Früher musste immer alles perfekt sein bei mir … doch warum … was folgt danach … perfekter als perfekt geht es nicht … es ist wie eine Endstation wurde mir gesagt … das ist was Wahres dran … es bewegte mich zum Umdenken …und nun … einige Monate später … muss nicht mehr alles perfekt sein … es ist viel einfacher so … und blockiert nicht im Denken und Handeln … man fühlt sich freier … und nicht mehr in diesem Zwang gefangen.

008_2020

Wie ich will

Nr. F_0012

APX 100, Negativ gescannt

Es muss nicht immer scharf sein.

Es muss nicht immer perfekt sein.

Es muss nicht jeder Klecks exakt sitzen.

Es muss nicht alles einen Grund haben.

Es muss nicht nicht alles einen Sinn ergeben.

Es muss nicht immer so sein wie ihr es wollt.

Es soll so sein wie ich das will!

007_2020

Sprachlos

Nr. F_0033

APX 100, Negativ gescannt

Vor 4-5 Jahren hatten wir das letzte Mal Kontakt und jetzt schreibst du mir aus heiterem Himmel als wenn nichts gewesen wäre und wir regelmäßig Kontakt gehabt hätten und erzählst mir deine Krankheitsgeschichte… tut mir Leid, dass es schlecht lief für dich, es freut mich, dass du am Leben bist, aber auch schon vor deiner Krankheit hättest du mal auf meine Nachrichten antworten können … sorry, aber ständig der Fußabtreter zu sein, darauf hab ich kein Bock mehr …

Ostern auf corollisch

Dieses Jahr ist Ostern etwas anders … Corolla-Corona-Corinna hat zugeschlagen. Mir geht es alles immer noch auf die Nerven mit den Ausgangsbeschränkungen, Hamstereinkäufen, etc., aber so langsam kann ich dem Ganzen ein klein wenig etwas Positives abgewinnen. Das wichtigste und beste für mich ist, dass ich bis jetzt ein Mal die Woche für einen Vormittag für mich sein kann und meist kleckserisch vieles raus lassen kann, was mir auf der Seele liegt.
Ein weiterer Vorteil ist Ostern … diesmal auf corollisch, bedeutet, dass die Familientreffen ausfallen. Dies stört mich überhaupt nicht, denn auf Familientreffen kann ich gut und gerne verzichten, sie sind nervig und langweilig. So habe ich vier Tage für mich, und hab genug Zeit mal nachzudenken, sei es über mich oder über anderes. Ich genieße es und das Wetter macht zum Glück mit.
In diesem Sinne: Frohe Ostern!