Auf die Ohren

Ich höre eigentlich sehr gerne Musik, doch seit geraumer Zeit geht das nicht mehr. Um genauer zu sein seit letztem Jahr, seit unserem Vollcrash, der so einiges irreparabel beschädigt hat … leider. Seitdem habe ich es drei Mal geschafft Musik zu hören, nicht lange, danach wurde es unerträglich. Diese drei Male fühlten sich gut an und ich dachte, dass es jetzt wieder geht, aber dem war nicht so. Es ist egal welche Musik läuft, sei es traurige oder gute Laune Musik, nach kurzer Zeit fühlt es sich nur noch wie eine Qual an und ich muss sie ausschalten. Im Moment kann ich sie nur hören, wenn sie bei dir leise im Hintergrund läuft, anders geht es gegenwärtig nicht. Den Grund kann ich selber nicht sagen. Wenn es nur bestimmte Musikstücke wären, würde ich es verstehen, aber dem ist nicht so. Die Musik fehlt mir schon, aber ich weiß wenn ich sie anmache, dann mache ich sie gleich wieder aus … bleibt nur abwarten und Geduld haben.

Kein einfacher Weg

Die Angewohnheit alles wissen zu wollen und immer noch eine letzte Frage stellen zu müssen, ist nicht unbedingt eine der besten Macken, die man haben kann und es macht das Leben schwer … sehr schwer manchmal. Eine gewisse Neugier zu haben ist gut und schön, doch sollte sie auch ihre Grenzen haben. Man muss nicht alles wissen. Manchmal ist es besser die Antwort nicht zu wissen, ist es besser sie nicht gehört zu haben, denn stürzt sie einen doch ins Unglück und Verderben und lässt einen (ver)zweifeln.
Diese letzte Frage … manchmal stellt man sie auch, auch wenn man weiß, dass die Antwort negativ ausfallen wird … es ist aber dann die genaue Gewissheit da und es ist wie eine Art Zwang die letzte Frage, die zu viel ist, zu stellen.

Es ist besser nicht so viele Fragen zu stellen bzw. nicht alles hinterfragen zu müssen, dass habe ich inzwischen fest gestellt.

Vor kurzem hatte ich diese Erkenntnis und ich habe es gemerkt, dass es mir gut tut. In zwei Situationen hatte ich nicht die letzte Frage, die zu viel ist, gestellt, hatte mein Gegenüber nicht mit Fragen gelöchert à la „Warum, wieso, weshalb, und bist du dir wirklich ganz sicher?“. Nein ich hatte eine Antwort nicht mit Fragen zerschossen, sondern einfach akzeptiert. Es hätte nichts gebracht in der Situation etwas zu fragen, sei es für mich oder für mein Gegenüber … und es tat uns beiden gut, dass ich es nicht tat, was mich freute. Liegt mir das Wohlergehen dieses Menschens sehr sehr am Herzen.
In der anderen Situation war es ähnlich … ich las etwas … früher hätte ich das Gelesene einfach nur negativ aufgefasst und wäre in Panik geraten. An dem Tag nicht … ich las es … und sah es einfach positiv und freute mich sehr darüber das Geschriebene … auch mein Gegenüber freute sich … denn es war auch nur positiv gemeint.

Ich freute mich sehr über meine Fortschritte … taten sie mir doch sehr gut und auch meinen Mitmenschen … und vor allem sah ich meinen Fortschritt selber. Es war ein langer harter Weg dahin zu kommen, geprägt von inneren Kämpfen, etc. Aber es war nicht nur für mich ein harter Weg, auch für mein Gegenüber, welches eigentlich schon regelrecht von mir gequält wurde mit Fragen, etc. und immer wieder eine immense Geduld und Ausdauer mit mir aufwies … aber iwann kann man nicht mehr … und da waren wir beide letztens über meinen Fortschritt sehr froh. Ich mag niemanden mehr quälen, das iegt mir fern. Mein Fortschritt tat gut … tat mir gut … tat dir gut … tat uns gut … was mir sehr am Herzen liegt.

Doch es gibt Rückfälle … das hatte ich gleich mit meinem Fortschritt verkündet … man kennt sich ja selber. Nur wenige Tage später war es dann leider so weit … ich hatte gehofft, es würde länger dauern und mein Klack-Moment länger anhalten … tat es nicht und ich stellte die letzte Frage, die zu viel war … vllt. aus Verunsicherung … vllt. auch aus Angst … aber warum auch immer, es war nicht richtig … und die Antwort tat mir nicht gut … sie brachte mich zum Grübeln und vieles mehr. Ich hätte sie nicht hören dürfen. Ich bin traurig über mich und enttäuscht … mein Gegenüber fand meine letzte Frage auch nicht gerade prickelnd … was mich noch trauriger macht … hatten wir uns doch kurz vorher über meinen Fortschritt gefreut. Es liegt noch ein weiterer harter Weg vor mir … diesen gehe ich für mich, weil es mir gut tut und ich weiß, dass es dir und uns auch gut tun wird, deshalb lohnt es sich noch mehr diesen Weg zu gehen, es ist wie eine Bestärkung für mich.

Verzeih mir bitte meine vergangenen letzen Fragen, meinen aktuellen letzten Fragen, die alle zu viel waren und sind.