Das war 2020

Ich mag eigentlich diese Jahresrückblicke nicht, aber dieses Jahr war ein sehr besonderes Jahr für mich, denn es sind unglaubliche Dinge passiert. Da doch recht viel passiert ist, beschränke ich meine Rückblick auf zwei Themen.

Es fing gleich Anfang des Jahres an. Ich war ein Kunstbanause und habe mich aber darauf eingelassen mir das Ganze doch mal zeigen zu lassen. Wie immer hatte der liebe Ronald eine Engelsgeduld und ganz viel Motivation an den Start gelegt … rückblickend betrachtet, konnte da nichts schief gehen, dass ich der Kunst nicht verfalle und ich bin ihr sehr verfallen, es macht Spaß und der Kopf kommt auf ganz andere Gedanken und es befreit. Und so ist eine Kleckserei nach der anderen entstanden, mein Favourit ist und bleibt mein „Zwilling„, eine Zusammenarbeit mit Ronald. Es ist und bleibt mein bestes Werk, war auch die Entstehung sehr interessant und einfach eine tolle Erfahrung. Es sind noch so einige Bilder danach entstanden und es wurden immer mehr Techniken ausprobiert. Das Pouring hat es mir sehr angetan, allerdings hat jede Technik oder alles, was man ausprobiert, etwas für sich. Alles ist besonders, man muss sich nur darauf einlassen.

Ein anderer Teil der Kunst ist das Knipsen. Vor etlichen Jahren hatte ich den ersten Versuch einen Film zu knipsen gemacht. Es hat mir Spaß gemacht, das Ergebnis war zufriefenstellend. Doch ich hatte damals aufgehört … warum … bestimmt wg. Zweifeln, Unsicherheit und dem Zwang sich immer vergleichen zu müssen. Doch dieses Jahr hat sich das geändert und ich griff zu meiner Minolta und sehr zu meinem Erstaunen damals war ich wieder zufrieden mit meinen Aufnahmen und es wurde wieder das Knips-Feuer in mir entfacht. Ronald war so lieb und hat mir eine Lomo LC-A ausgeliehen. Anfangs war ich nicht überzeugt, dass ein Film in die Kamera rein passt, aber er passte. Ich war entzückt von ihrer Größe und … ja eigentlich auch ihre Einfachheit. Einfachheit heißt auf keinen Fall schlecht, auch wenn es viele anders sehen und es immer mega kompliziert sein muss, damit etwas toll wird. Als der erste Film mit der Lomo durch war, war ich Feuer und Flamme für sie und hab mich richtig verliebt in sie. Ich durfte noch einen Film mit ihr knipsen und ich war noch begeisterter als beim ersten Film. Mit der Lomo konnte ich in die Richtung gehen in die ich fotografisch wollte und das war toll und ich war und bin so dankbar, dass ich sie kurz danach mein Eigen nennen konnte. Danke mein lieber Ronald für dieses großartige Geschenk. Ich liebe meine Lomi. Mit ihr jage ich nun ein Film nach dem anderen durch. Mein Favourit ist ein SW-Abzug von einem Farbfilm-Negativ. Das war toll das einfach, ohne viel darüber nachzudenken, ausprobiert zu haben.

Ich fotografiere gerne und lasse mich inzwischen auch sehr gerne fotografieren. Es hat mich sehr sehr viel Überwindung gekostet und ich wollte es damals fast hinschmeißen, aber nach und nach und mit viel Arbeit von mehreren Seiten wuchs das Vertrauen in mir und die Aufnahmen können sich auf jeden Fall sehen lassen und ich bin jedes Mal sehr zufrieden und sehr dankbar, dass immer im richtigen Moment geknipst wird. Es ist eine tolle Erfahrung. Hier habe ich keinen  Favouriten. Ich dachte gerade noch das Wörtchen leider hinzuzufügen, aber ich finde es überhaupt nicht schade, dass ich keinen Favouriten habe, denn es sind einfach so dermaßen viele Bilder, die ich richtig richtig klasse finde und meine Favouriten sind. Danke an den besten Fotografen, der immer das gewisse Extra in einer Aufnahme fest halten kann. Danke lieber Ronald für die tollen Aufnahmen. Die Zusammenarbeit ist immer wieder toll und einzigartig.

Dann war oder ist ja noch Corona … mein Alltag hat sich durch Corona eigentlich so gut wie gar nicht verändert. Doch durch Corona und einige andere Umstände ist etwas entstanden, was ich nie für möglich gehalten hätte und es von mir auch nie geplant oder irgendeine Absicht war, dass dies entsteht. Es ist eine unglaubliche und wunderschöne Erfahrung, die ich nicht missen möchte und nur mit diesem einen Menschen machen würde. Auch wenn es so einige negative Seiten gibt, bereue ich nicht, dass ich diesen Schritt gegangen bin. Ich bereue nicht, dass ich den Mut dafür aufgebracht habe, wovon viele einfach nur reden und ich es einfach getan habe, auch wenn der Weg nicht einfach war dahin und auch im Moment nicht ist, bin ich einfach unendlich dankbar, dass ich das erleben und diese Erfahrung machen darf. Es ist und bleibt für mich eine Sache der Unglaublichkeit und Dankbarkeit.

Mein lieber Ronald, ich danke DIR aus tiefstem Herzen für das, was du mir dieses Jahr gezeigt und nahe gebracht hast und vor allem ermöglichst hast, ohne dich wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Lieben Dank für Lomi. Ich danke dir auch für das, was wir alles unternommen haben, worüber wir gelacht haben und vieles mehr. Ich hoffe, dass wird nächstes Jahr so weiter gehen und wir klecksen und knipsen zusammen oder treffen uns mal einfach so zum Quatschen.

Mein lieber anderer Mensch, der du das hier nicht lesen wirst … was soll ich sagen, du hast so dermaßen positiv mein Leben verändert und auf positiv auf den Kopf gestellt … ich sag einfach nur DANKE!.

Ich danke allen in meinem Leben, die dieses Jahr mit mir bestritten haben und es so positiv geändert haben und ich bin dankbar für all die Erfahrungen und was sie für einen positiven Einfluss auf mich hatten und ich dadurch mehr Selbstvertrauen und vor allem Selbstakzeptanz gelernt habe. Ich habe (meist) gelernt, dass man sich nicht vergleichen soll, habe gelernt zu mir zu stehen, so wie ich bin. Ich habe gelernt wieviel Mut ich aufbringen kann. Ich habe gelernt, dass ich aus mir heraus kommen kann und vieles mehr, dafür bin ich sehr dankbar, auch dafür, dass ich endlich eine Freizeitbeschäftigung gefunden habe, die mich erfüllt.

Danke 2020, du warst ein wunderbares, aufregendes und unglaubliches Jahr!

Viel wegen Nichts

Einfach machen und nicht so viel reden.

Es hat gedauert bis ich zu dieser Erkenntnis kam … und fast hätte ich einen sehr sehr hohen Preis gezahlt. Es ist eine Erkenntnis, die ich nicht so schnell vergessen werde …

Es wird manchmal so viel geredet über eine Sache, dass es eigentlich gar keinen Spaß mehr macht sie zu machen, man kann vieles einfach zerreden und das ist schade, sei es wegen der verschenkten Zeit, die vielen Gedanken, die umsonst gedacht wurden und einfach die Sache selber, die man nicht mehr machen braucht, weil sie zerredet wurde. Es gab meist keinen Grund alles zu zerreden … meist hätte nur ein kleiner Schubs gereicht und ein bisschen Mut und man hätte manches einfach machen können. Habe ich doch hinterher fest getellt, dass das viele Reden darüber gar nicht notwendig war. Es wurde eine einfache Sache nur verkompliziert und das Leben schwer gemacht … sei es meins oder das meiner Mitmenschen … das will ich nicht mehr … für alle!