019_2021

Relevanz

Nr. F_0243

APX100, Negativ gescannt

Was macht einen Deutschen aus?
Friseurbesuche, in jedem Urlaub verreisen, Fußball, Bier, Tennissocken zu kurzen Hosen.
Was ist wenn ich das alles nicht bin, brauche oder mag?
Bin ich dann kein Deutscher ?

Das war 2020

Ich mag eigentlich diese Jahresrückblicke nicht, aber dieses Jahr war ein sehr besonderes Jahr für mich, denn es sind unglaubliche Dinge passiert. Da doch recht viel passiert ist, beschränke ich meine Rückblick auf zwei Themen.

Es fing gleich Anfang des Jahres an. Ich war ein Kunstbanause und habe mich aber darauf eingelassen mir das Ganze doch mal zeigen zu lassen. Wie immer hatte der liebe Ronald eine Engelsgeduld und ganz viel Motivation an den Start gelegt … rückblickend betrachtet, konnte da nichts schief gehen, dass ich der Kunst nicht verfalle und ich bin ihr sehr verfallen, es macht Spaß und der Kopf kommt auf ganz andere Gedanken und es befreit. Und so ist eine Kleckserei nach der anderen entstanden, mein Favourit ist und bleibt mein „Zwilling„, eine Zusammenarbeit mit Ronald. Es ist und bleibt mein bestes Werk, war auch die Entstehung sehr interessant und einfach eine tolle Erfahrung. Es sind noch so einige Bilder danach entstanden und es wurden immer mehr Techniken ausprobiert. Das Pouring hat es mir sehr angetan, allerdings hat jede Technik oder alles, was man ausprobiert, etwas für sich. Alles ist besonders, man muss sich nur darauf einlassen.

Ein anderer Teil der Kunst ist das Knipsen. Vor etlichen Jahren hatte ich den ersten Versuch einen Film zu knipsen gemacht. Es hat mir Spaß gemacht, das Ergebnis war zufriefenstellend. Doch ich hatte damals aufgehört … warum … bestimmt wg. Zweifeln, Unsicherheit und dem Zwang sich immer vergleichen zu müssen. Doch dieses Jahr hat sich das geändert und ich griff zu meiner Minolta und sehr zu meinem Erstaunen damals war ich wieder zufrieden mit meinen Aufnahmen und es wurde wieder das Knips-Feuer in mir entfacht. Ronald war so lieb und hat mir eine Lomo LC-A ausgeliehen. Anfangs war ich nicht überzeugt, dass ein Film in die Kamera rein passt, aber er passte. Ich war entzückt von ihrer Größe und … ja eigentlich auch ihre Einfachheit. Einfachheit heißt auf keinen Fall schlecht, auch wenn es viele anders sehen und es immer mega kompliziert sein muss, damit etwas toll wird. Als der erste Film mit der Lomo durch war, war ich Feuer und Flamme für sie und hab mich richtig verliebt in sie. Ich durfte noch einen Film mit ihr knipsen und ich war noch begeisterter als beim ersten Film. Mit der Lomo konnte ich in die Richtung gehen in die ich fotografisch wollte und das war toll und ich war und bin so dankbar, dass ich sie kurz danach mein Eigen nennen konnte. Danke mein lieber Ronald für dieses großartige Geschenk. Ich liebe meine Lomi. Mit ihr jage ich nun ein Film nach dem anderen durch. Mein Favourit ist ein SW-Abzug von einem Farbfilm-Negativ. Das war toll das einfach, ohne viel darüber nachzudenken, ausprobiert zu haben.

Ich fotografiere gerne und lasse mich inzwischen auch sehr gerne fotografieren. Es hat mich sehr sehr viel Überwindung gekostet und ich wollte es damals fast hinschmeißen, aber nach und nach und mit viel Arbeit von mehreren Seiten wuchs das Vertrauen in mir und die Aufnahmen können sich auf jeden Fall sehen lassen und ich bin jedes Mal sehr zufrieden und sehr dankbar, dass immer im richtigen Moment geknipst wird. Es ist eine tolle Erfahrung. Hier habe ich keinen  Favouriten. Ich dachte gerade noch das Wörtchen leider hinzuzufügen, aber ich finde es überhaupt nicht schade, dass ich keinen Favouriten habe, denn es sind einfach so dermaßen viele Bilder, die ich richtig richtig klasse finde und meine Favouriten sind. Danke an den besten Fotografen, der immer das gewisse Extra in einer Aufnahme fest halten kann. Danke lieber Ronald für die tollen Aufnahmen. Die Zusammenarbeit ist immer wieder toll und einzigartig.

Dann war oder ist ja noch Corona … mein Alltag hat sich durch Corona eigentlich so gut wie gar nicht verändert. Doch durch Corona und einige andere Umstände ist etwas entstanden, was ich nie für möglich gehalten hätte und es von mir auch nie geplant oder irgendeine Absicht war, dass dies entsteht. Es ist eine unglaubliche und wunderschöne Erfahrung, die ich nicht missen möchte und nur mit diesem einen Menschen machen würde. Auch wenn es so einige negative Seiten gibt, bereue ich nicht, dass ich diesen Schritt gegangen bin. Ich bereue nicht, dass ich den Mut dafür aufgebracht habe, wovon viele einfach nur reden und ich es einfach getan habe, auch wenn der Weg nicht einfach war dahin und auch im Moment nicht ist, bin ich einfach unendlich dankbar, dass ich das erleben und diese Erfahrung machen darf. Es ist und bleibt für mich eine Sache der Unglaublichkeit und Dankbarkeit.

Mein lieber Ronald, ich danke DIR aus tiefstem Herzen für das, was du mir dieses Jahr gezeigt und nahe gebracht hast und vor allem ermöglichst hast, ohne dich wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Lieben Dank für Lomi. Ich danke dir auch für das, was wir alles unternommen haben, worüber wir gelacht haben und vieles mehr. Ich hoffe, dass wird nächstes Jahr so weiter gehen und wir klecksen und knipsen zusammen oder treffen uns mal einfach so zum Quatschen.

Mein lieber anderer Mensch, der du das hier nicht lesen wirst … was soll ich sagen, du hast so dermaßen positiv mein Leben verändert und auf positiv auf den Kopf gestellt … ich sag einfach nur DANKE!.

Ich danke allen in meinem Leben, die dieses Jahr mit mir bestritten haben und es so positiv geändert haben und ich bin dankbar für all die Erfahrungen und was sie für einen positiven Einfluss auf mich hatten und ich dadurch mehr Selbstvertrauen und vor allem Selbstakzeptanz gelernt habe. Ich habe (meist) gelernt, dass man sich nicht vergleichen soll, habe gelernt zu mir zu stehen, so wie ich bin. Ich habe gelernt wieviel Mut ich aufbringen kann. Ich habe gelernt, dass ich aus mir heraus kommen kann und vieles mehr, dafür bin ich sehr dankbar, auch dafür, dass ich endlich eine Freizeitbeschäftigung gefunden habe, die mich erfüllt.

Danke 2020, du warst ein wunderbares, aufregendes und unglaubliches Jahr!

Neulich an der Tanke

Vor kurzem bin ich mit meinem Drahtesel und einem kleinen 5-Liter-Kanister zur Tankstelle gefahren, um etwas Benzin für ein Kleingerät zu holen. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, habe ich es doch schon öfters gemacht.
Wie immer pflocke ich meinen Drahtesel an, ging zur Zapfsäule, zapfte mir meine 5,00 Liter und dann gings ab zu Kasse.
Aufgrund der aktuellen corollischen Zeiten gleicht der Weg zur Kasse einem Labyrinth. Geduldig wartete ich am Schlangenende. In der einen Hand den Kanister und in der anderen Hand die Karte zum Bezahlen, ganz Coronokonform kein Bargeld.

Dann war ich endlich dran, doch die Dame ließ mich warten. Wie ich mit bekam, war ihre Chefin gerade da, dementsprechend aufgeregt war sie, aber sie war recht freundlich. Ich sagte ihr meine Zapfsäulennummer und dann begann das kleine Drama… sie sah den Kanister in meiner Hand.

Sie (ganz panisch): „Ist der voll?“

Ich (auf meinen Kanister schauend): „Ja.“

Sie: „Das können Sie doch nicht machen!“

Panisch schaute sie hin und her.

Sie: „Schnell, stellen Sie den Kanister unten hin.“

Ich verstand die ganze Sache nicht… stellte den Kanister dann aber auf den Boden. Gefühlt eine Sekunde später kam die Chefin und verließ die Tankstelle.

Sie: „Puh, da haben Sie ja nochmal Glück gehabt und ich auch.“

Ist ja schön, dass ich Glück gehabt habe, aber ich verstand nur Bahnhof…

Ich: „Warum?“

Sie: „Sie können doch nicht einfach den Kanister mit hier rein nehmen.“

Ich: „Ich kann doch nicht den Kanister draußen stehen lassen, ich bin mit Fahrrad hier. Den Kanister kann jemand klauen, wenn er unbeaufsichtigt draußen steht.“

Sie: „Warum kaufen Sie Benzin wenn Sie mit Fahhrad hier sind?“

Ich: „Es gibt gewisse Kleingeräte, die brauchen Benzin.“ (Es ging sie zwar nichts an, aber gut…)

Sie: „Aber Ihr Fahrrad braucht doch kein Benzin.“

In dem Moment wusste ich nicht was ich sagen sollte, ich meinte mit Kleingerät garantiert nicht meinen Drahtesel und schwieg einfach… der Bezahlvorgang dauerte außergewöhnlich lang, was wohl an ihrer Aufregung lag und daran, dass sie zwei Mal meine Zapfsäulennummer falsch eingegeben hatte… ich sah ihr regelrecht an wie sie grübelte, warum ich Benzin kaufte, wenn ich doch mit Fahrrad hier bin.

Sie: „Und wie verwenden Sie das Benzin an Ihrem Fahrrad?“

Ich (mehr als nur erstaunt): „Wie bitte?“ Ich war mir unsicher, ob ich die Frage richtig verstanden hatte.

Sie (langsam unfreundlicher und sehr ungedudig): „Na wo kippen Sie das Benzin am Fahhrad rein?“

Zum Glück hatten wir zu dem Zeitpunkt den Bezahlvorgang endlich abgeschlossen. Ich hatte auch keine Lust weiter zu diskutieren…das war mir dann iwie zu dumm. Ich wünschte ihr einen schönen Tag, nahm meinen Kanister und setzte mich in Bewegung.

Sie: „Warten Sie!“

Ich wartete und fragte mich was jetzt kommt.

Sie ging schnell zum Fenster und schaute nach, ob ihre Chefin noch zu sehen ist.

Sie: „Ok, sie ist weg denke ich, aber gehen Sie schnell, nicht das Sie gesehen werden.“

Ich sagte nichts mehr und ging wortlos.

Draußen schaute ich mir nochmal all die tausend bunten Aufkleber an und es stand nirgends, dass ich kein Benzin mit rein nehmen darf.

Ich wollte einfach nur schnell Benzin holen, mehr nicht…

Frühling … und sie sind wieder da

Der Frühling ist doch was schönes, wenn alles langsam aus dem Winterschlaf erwacht und grün wird und die ersten Blumen anfangen zu blühen, die ersten warmen Sonnenstrahlen an der Nase kitzeln, ich mag das.
Einen großen Nachteil hat der Frühling. Frühling bedeutet Pollenalarm und jedes Mal die gleiche Frage, welche Kreuzallergie es dieses Jahr gibt und welches Obst dies Jahr mal wieder unverträglich ist und man fast wieder in der Rettungsstelle landet. Ich könnte gut und gerne auf die Pollen vezichten. Man kann gar nicht richtig den Frühling genießen, wenn permanent die Nase läuft, der Kopf dröhnt, die Augen schon knallrot sind und leicht verkleben bevor man überhaupt aufgestanden ist, tagüber wirds es zwar anders, aber keinen deut besser und dann jeder Atemzug, wo die Lunge aus dem zweiten oder letzten Loch pfeifft. In der aktuellen Situation wird man dann leider gleich wieder als Risikogruppe bezeichnet … Schwachsinn … ich hab nur Pollen mehr nicht.
Trotzdem liebe ich den Frühling und freu mich jedes Jahr auf ihn.

Ostern auf corollisch

Dieses Jahr ist Ostern etwas anders … Corolla-Corona-Corinna hat zugeschlagen. Mir geht es alles immer noch auf die Nerven mit den Ausgangsbeschränkungen, Hamstereinkäufen, etc., aber so langsam kann ich dem Ganzen ein klein wenig etwas Positives abgewinnen. Das wichtigste und beste für mich ist, dass ich bis jetzt ein Mal die Woche für einen Vormittag für mich sein kann und meist kleckserisch vieles raus lassen kann, was mir auf der Seele liegt.
Ein weiterer Vorteil ist Ostern … diesmal auf corollisch, bedeutet, dass die Familientreffen ausfallen. Dies stört mich überhaupt nicht, denn auf Familientreffen kann ich gut und gerne verzichten, sie sind nervig und langweilig. So habe ich vier Tage für mich, und hab genug Zeit mal nachzudenken, sei es über mich oder über anderes. Ich genieße es und das Wetter macht zum Glück mit.
In diesem Sinne: Frohe Ostern!

Einkaufserlebnis zu Corolla-Corinna-Zeiten

Das Einkaufen von Lebensmitteln ist aktuell schon ein Erlebnis, schön, dass ich für diesen Erlebnispark namens Supermarkt nicht noch eine Eintrittskarte kaufen muss. 

Manchen Supermarkt darf man nur mit Einkaufskorb betreten … ist etwas doof wenn man nur wegen einer Kleinigkeit einen Korb nehmen muss, obwohl man es locker in einer Hand tragen könnte. Noch dazu gibt es nicht so viel Körbe, sodass man mittelmäßig bis dicht gedrängt in einer Traube von Menschen steht und auf einen Korb wartet. Da stört es komischerweise niemanden, dass man keinen Sicherheitsabstand einhält, denn alle wollen das nächste Körbchen haben. Echt klasse. Es ist so als wenn bei manchen das Hirn ausschaltet, wenn es ums Hamstern geht, hauptsache so viel wie möglich und alles was es gibt kaufen, auch wenn man es nicht isst, hauptsache besitzen. Als wenn der Besitz die neue oberste Direktive ist. Egoistenschweine!

„Zurück auf Ihren Punkt! Gehen Sie zurück auf Ihren blauen Punkt!“. Bis ich mitbekommen hatte was die Kassiererin von einem anderen Supermarkt von mir wollte, hat sie mich noch zwei Mal so angeschnauzt. Den zahlreichen Kunden hinter mir ging es auch so. Ich blickte zu Boden und sah, dass ich eine Schuhelänge vor meinem blauen Punkt stand … wie konnte ich nur. Mein blauer Punkt war am Ende des Kassenbandes, der nächste Kunde vor mir, war schon der Kunde, der gerade abkassiert wurde, geschätzte 3 – 3,5 m Abstand zwischen uns bzw. mir und der Kassiererin. Hinter mir ist die Schlange inzwischen schon so lang, dass sie weit über die Hälfte der Länge des Marktes hinaus ragte und sich die Kunden aus den Quergängen ständig an den wartenden Kunden durchdrängeln müssen, 1,5 – 2 m Abstand werden hier in keinster Weise eingehalten, selbst ein Meter ist schon übertrieben … naja … was soll man dazu sagen … ich werde zukünftig wohl besser auf meinen blauen Punkt achten müssen.

Das man mich nicht falsch versteht, ich weiß aus engstem Familienkreis wie grad die aktuelle Situation im Einzelhandel ist und ich möchte mit niemanden dort tauschen, dies gilt auch für Pflegepersonal, etc. Alle haben meinen großen Dank und Respekt!

Corolla Corona Corinna

Mein Mann nennt es Corinna, ein guter Freund von mir Corolla, nennt das Kind wie ihr wollt, mir ist der Name einfach dermaßen Schnuppe, weil mir das ganze Gehabe einfach nur aufn Keks geht. Ich versteh diese Panikmache und Hysterie nicht. Es ist eine Grippe … mehr nicht … wenn jährlich etliche Menschen an der normalen Grippe sterben, interessiert das keine Sau und es wird auch keine Panik gemacht. Oder Krebs, hier sterben auch so viele Menschen und es wird einfach hingenommen und das wars. Das soll jetzt nicht geschmacklos klingen. Es macht mir einfach Angst die Menschen um mich herum zu beobachten und wie sich ihr Verhalten ändert. Ich versteh es nicht. Was passiert wenn wir mal eine richtig schlimme Krankheit haben, die um die Welt geht, wo gleich mal 40 % der Bevölkerung sterben. Da kommt es dann zu mehr als nur Mord und Totschlag. Wenn ich unterwegs bin, sehe ich Angst bei den Menschen, es wird teilweise dermaßen um einen herum getänzelt, um den größtmöglichen Abstand zum Anderen zu bekommen, das man sich nur an den Kopf fassen kann. Ich verstehe diese Angst nicht. Ich habe keine Angst und wenn ich krank werden sollte, dann ist das halt so … na und … es sind so viele Menschen schon wieder gesund geworden, es braucht halt nur Zeit und da braucht man nicht in Panik geraten, wenn sich immer mehr infizieren. So ne Grippe ist halt nicht in drei vier Tagen erledigt. Und wenn ich doch krank werden sollte und dran sterbe, naja dann ist das so, es werden nicht viele trauern oder mich vermissen. Ich hab keine Angst. Wenn ich Angst habe, dann davor richtig eingesperrt zu werden. Dieses Kontaktverbot ist doch nur die kleine Schwester von der Ausgangssperre. Ja ich bin froh, dass ich noch spazieren gehen kann und zu Sportaktivitäten raus kann und andere wichtige Gänge wie Arztbesuche, etc. Aber es hat schon einen faden Beigeschmack, dass man einfach mal so eingesperrt werden kann. Dagegen habe ich gewaltig was, ich dachte, dass ich ein halbwegs freier Mensch bin und Rechte hab. Aber da hab ich die Rechnung ohne unsere ach so tollen Politiker gemacht. Für mich ist das eher eine Diktatur anstatt eine Demokratie. Ich bin voll die Niete in Politik und ich hasse Politik auch und ich kann Politiker auch nicht leiden und ich habe gewaltig was dagegen, wenn mich so ein Möchtegern-Wissender einsperren will, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet wird, nur weil die Mist gebaut haben, weil sie unser Gesundheitssystem  mehr und mehr abbauen. Ist das meine Schuld? Ich habe sie nicht gewählt und würde es auch nicht machen. Kann es denn nicht mal ordentliche Politiker geben, die nicht gerade so tun, als ob sie uns retten, indem sie uns einsperren, nur um von ihren miserablen Taten abzulenken? Nein, die gibt es nicht. Lieber wird alles gegen den Baum gefahren, sowie auch unsere Wirtschaft … habt ihr fein gemacht.

Ständig wird man ermahnt, dass man sich die Hände waschen soll. Ich – mit meinen drei Jahrzehnten – habe das von meinen Eltern beigebracht bekommen, dass man sich öfters mal die Griffel waschen muss und sich nicht übelst auf die Pelle rücken soll. Warum sind diese Selbstverständlichkeiten nicht mehr selbstverständlich? Seit Kurzem habe ich Pinterest für mich entdeckt, heute war ich mal wieder nach Ideen schauen, App geöffnet, steht gleich oben dick und fett, dass man sich seine Pfoten waschen soll. Ich hab schon etwas fassungslos auf mein Handy geschaut, geb ich zu. Was bringen die Eltern heutzutage ihren Kinder noch bei und was haben manche Eltern früher verpasst zu machen? Mich nervt das total. Auch, dass man ständig im TV zu hören bekommt, bleibt zu Haus und schön brav die Hände waschen. Ständig klebt so ein blöder Hashtag auf der Flimmerscheibe, dass man zu Hause bleiben soll. Ich denke die meisten habens verstanden, und man kann langsam aufhören damit.

Ich versteh auch nicht was diese Hamsterkäufe sollen … Klopapier, Nudeln, Mehl, Dosenfutter, usw. Was zur Hölle machen alle mit so viel Scheißhauspapier? Wollt ihr eure Panik mit Rizinusöl ersaufen? Oder die Wohnung tapezieren? Ist es nicht langweilig nur Nudeln in sich hinein zu schieben? Und warum Mehl? Nirgends rieche ich mal den Duft von frisch gebackenen Brot oder Kuchen? Plant hier jemand die Olympiade der Mehlstaubexplosionen? Wenn ja, dann sagt mir einer Bescheid, ich mach dann gerne mit. Allerdings muss mir jemand Mehl borgen, weil ich keins hab, weil ihr alles aufgekauft habt.

Und ich gehöre auch nicht zu einer angebliches Risikogruppe, auch wenn einige plötzlich der Meinung sind. Ist lieb, dass manche sich Sorgen machen, aber ich hab selten so gelacht. Sonst macht man sich auch keine Sorgen um mich, dann braucht es sich jetzt erst recht keiner machen.

Dieser abendliche Applaus ist auch nicht das Gelbe vom Ei, ich denke da gibt es deutliche bessere Arten der Wertschätzung.

Mich macht das alles ratlos, weil ich es nicht nachvollziehen kann. Und ich versuch mich der ganzen Hysterie so gut es geht zu entziehen, was aber irgendwie unmöglich scheint …

Und ich stimme einem Freund zu, dass man die Zeitumstellung wegen Corolla Corinna ruhig hätte absagen können.