2121

Ein Jahr ist es nun schon her … es war ein besonderer Moment dich damals wieder zu sehen. Es hat nicht nur mein Gesicht gestrahlt, sondern auch mein Herz.
Dieser Tag hat iwie alles verändert was vorher war. Ich war zu dem Zeitpunkt gereifter, hab meine Eierschale abgeworfen und wir konnten uns (endlich) auf einer erwachsenen Ebene unterhalten, was meist vorher unmöglich war, weil ich immer gleich (ab)geblockt habe … im nachhinein ein doofes Verhalten.
Diesen Tag werde ich nie vergessen, weil dieser Tag der Ursprung, der Anfang, etc. war. Der Tag, nachdem bald nichts mehr war wie vorher und gewaltig alles auf den Kopf gestellt hat. Aber ich bin dankbar dafür und würde den Tag immer wieder genauso durchleben wollen.

DANKE!

Das war 2020

Ich mag eigentlich diese Jahresrückblicke nicht, aber dieses Jahr war ein sehr besonderes Jahr für mich, denn es sind unglaubliche Dinge passiert. Da doch recht viel passiert ist, beschränke ich meine Rückblick auf zwei Themen.

Es fing gleich Anfang des Jahres an. Ich war ein Kunstbanause und habe mich aber darauf eingelassen mir das Ganze doch mal zeigen zu lassen. Wie immer hatte der liebe Ronald eine Engelsgeduld und ganz viel Motivation an den Start gelegt … rückblickend betrachtet, konnte da nichts schief gehen, dass ich der Kunst nicht verfalle und ich bin ihr sehr verfallen, es macht Spaß und der Kopf kommt auf ganz andere Gedanken und es befreit. Und so ist eine Kleckserei nach der anderen entstanden, mein Favourit ist und bleibt mein „Zwilling„, eine Zusammenarbeit mit Ronald. Es ist und bleibt mein bestes Werk, war auch die Entstehung sehr interessant und einfach eine tolle Erfahrung. Es sind noch so einige Bilder danach entstanden und es wurden immer mehr Techniken ausprobiert. Das Pouring hat es mir sehr angetan, allerdings hat jede Technik oder alles, was man ausprobiert, etwas für sich. Alles ist besonders, man muss sich nur darauf einlassen.

Ein anderer Teil der Kunst ist das Knipsen. Vor etlichen Jahren hatte ich den ersten Versuch einen Film zu knipsen gemacht. Es hat mir Spaß gemacht, das Ergebnis war zufriefenstellend. Doch ich hatte damals aufgehört … warum … bestimmt wg. Zweifeln, Unsicherheit und dem Zwang sich immer vergleichen zu müssen. Doch dieses Jahr hat sich das geändert und ich griff zu meiner Minolta und sehr zu meinem Erstaunen damals war ich wieder zufrieden mit meinen Aufnahmen und es wurde wieder das Knips-Feuer in mir entfacht. Ronald war so lieb und hat mir eine Lomo LC-A ausgeliehen. Anfangs war ich nicht überzeugt, dass ein Film in die Kamera rein passt, aber er passte. Ich war entzückt von ihrer Größe und … ja eigentlich auch ihre Einfachheit. Einfachheit heißt auf keinen Fall schlecht, auch wenn es viele anders sehen und es immer mega kompliziert sein muss, damit etwas toll wird. Als der erste Film mit der Lomo durch war, war ich Feuer und Flamme für sie und hab mich richtig verliebt in sie. Ich durfte noch einen Film mit ihr knipsen und ich war noch begeisterter als beim ersten Film. Mit der Lomo konnte ich in die Richtung gehen in die ich fotografisch wollte und das war toll und ich war und bin so dankbar, dass ich sie kurz danach mein Eigen nennen konnte. Danke mein lieber Ronald für dieses großartige Geschenk. Ich liebe meine Lomi. Mit ihr jage ich nun ein Film nach dem anderen durch. Mein Favourit ist ein SW-Abzug von einem Farbfilm-Negativ. Das war toll das einfach, ohne viel darüber nachzudenken, ausprobiert zu haben.

Ich fotografiere gerne und lasse mich inzwischen auch sehr gerne fotografieren. Es hat mich sehr sehr viel Überwindung gekostet und ich wollte es damals fast hinschmeißen, aber nach und nach und mit viel Arbeit von mehreren Seiten wuchs das Vertrauen in mir und die Aufnahmen können sich auf jeden Fall sehen lassen und ich bin jedes Mal sehr zufrieden und sehr dankbar, dass immer im richtigen Moment geknipst wird. Es ist eine tolle Erfahrung. Hier habe ich keinen  Favouriten. Ich dachte gerade noch das Wörtchen leider hinzuzufügen, aber ich finde es überhaupt nicht schade, dass ich keinen Favouriten habe, denn es sind einfach so dermaßen viele Bilder, die ich richtig richtig klasse finde und meine Favouriten sind. Danke an den besten Fotografen, der immer das gewisse Extra in einer Aufnahme fest halten kann. Danke lieber Ronald für die tollen Aufnahmen. Die Zusammenarbeit ist immer wieder toll und einzigartig.

Dann war oder ist ja noch Corona … mein Alltag hat sich durch Corona eigentlich so gut wie gar nicht verändert. Doch durch Corona und einige andere Umstände ist etwas entstanden, was ich nie für möglich gehalten hätte und es von mir auch nie geplant oder irgendeine Absicht war, dass dies entsteht. Es ist eine unglaubliche und wunderschöne Erfahrung, die ich nicht missen möchte und nur mit diesem einen Menschen machen würde. Auch wenn es so einige negative Seiten gibt, bereue ich nicht, dass ich diesen Schritt gegangen bin. Ich bereue nicht, dass ich den Mut dafür aufgebracht habe, wovon viele einfach nur reden und ich es einfach getan habe, auch wenn der Weg nicht einfach war dahin und auch im Moment nicht ist, bin ich einfach unendlich dankbar, dass ich das erleben und diese Erfahrung machen darf. Es ist und bleibt für mich eine Sache der Unglaublichkeit und Dankbarkeit.

Mein lieber Ronald, ich danke DIR aus tiefstem Herzen für das, was du mir dieses Jahr gezeigt und nahe gebracht hast und vor allem ermöglichst hast, ohne dich wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Lieben Dank für Lomi. Ich danke dir auch für das, was wir alles unternommen haben, worüber wir gelacht haben und vieles mehr. Ich hoffe, dass wird nächstes Jahr so weiter gehen und wir klecksen und knipsen zusammen oder treffen uns mal einfach so zum Quatschen.

Mein lieber anderer Mensch, der du das hier nicht lesen wirst … was soll ich sagen, du hast so dermaßen positiv mein Leben verändert und auf positiv auf den Kopf gestellt … ich sag einfach nur DANKE!.

Ich danke allen in meinem Leben, die dieses Jahr mit mir bestritten haben und es so positiv geändert haben und ich bin dankbar für all die Erfahrungen und was sie für einen positiven Einfluss auf mich hatten und ich dadurch mehr Selbstvertrauen und vor allem Selbstakzeptanz gelernt habe. Ich habe (meist) gelernt, dass man sich nicht vergleichen soll, habe gelernt zu mir zu stehen, so wie ich bin. Ich habe gelernt wieviel Mut ich aufbringen kann. Ich habe gelernt, dass ich aus mir heraus kommen kann und vieles mehr, dafür bin ich sehr dankbar, auch dafür, dass ich endlich eine Freizeitbeschäftigung gefunden habe, die mich erfüllt.

Danke 2020, du warst ein wunderbares, aufregendes und unglaubliches Jahr!

Darf ich vorstellen … Lomi

Heute ist es endlich soweit und ich habe mein erstes Geschenk nun offiziell. Eigentlich habe ich sie schon seit dem Sommer, da ich seit dem ersten Film mega viel Freude an ihr hatte und jeder Schuss einfach nur Spaß macht, wollte der liebe Lichtbildprophet mich nicht auf die Folter spannen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar, sind doch in der Zwischenzeit so viele Bilder schon mit ihr entstanden. Und mit jedem Bild steigt meine Begeisterung ihr gegenüber. Ach da fällt mir auf, ich ha  sie noch gar nicht vorgestellt. Was kann ich zu ihr sagen … eindeutig ist sie einfach klein, süß und knuffig, das ist immer mein erster Gedanke, wenn ich sie sehe und in die Hand nehme. Sie ist so klein und kompakt und passt in jede Jackentasche. Andere schleppen sich an ihrem digitalen Knipsmaschinen und Zubehör eins ab, ich stecke sie einfach ganz kühl in meine Jackentasche und evtl. noch einen Ersatzfilm und dann kann ich los ziehen mit ihr. Sie macht einfach tolle Bilder, ich weiß, dass ich den Auslöser zum Schuss betätige, aber sie ist es, die das Bild besonders macht. Sie kann kann ordentlich sein und macht scharfe Bilder, ich mag es aber auch wenn sie mal das kleine Ferkel in ihr rauslässt und schöne unscharfe Bilder macht, schön rotzig halt. Dafür ist sie die perfekte Kamera. Da fällt mir ein … ich hab sie immer noch nicht vorgestellt … gestatten: „Mein Name ist LC-A, Lomo LC-A.“ Diese kühle Kamera hat zwar manchmal ihre kleinen Macken, aber die habe ich auch und wir kommen super miteinander zurecht und inzwischen habe ich das zarte, manchmal energische, Händchen was sie beim Einlegen der Munition benötigt. Dafür schenkt sie mir immer immer zwei bis vier mehr Schüsse als andere Kameras. Es ist ein Geben und Nehmen. Auch wenn sie es kühler findet Lomo genannt zu werden, geht das nicht für mich, fafür ist sie einfach zu niedlich. Da ich sie immer klein und süß nenne, dachte ich mir, ich gebe ihr einen Spitznamen, dauert sonst immer so lange, wenn ich alles sage … deshalb kurz und knackig … Lomi💚

Aus tiefstem Herzen danke ich dir mein lieber Ronald für dieses wunderbare Geschenk. DANKE💚🥰😍😘

Gestatten: Lomi

Überraschungen

… ich liebe Überraschungen, nur die Positiven versteht sich. Von negativen Überraschungen habe ich erstmal die Nase voll, davon gab es genug in letzter Zeit. Ich mag es sehr jemanden zu überraschen, demjenigen eine Freude zu bereiten. Ständig bin ich am überlegen wie dir mir wichigsten Personen in meinen Leben überraschen kann. Ansonsten werde ich natürlich gerne überrascht, ich mag es sehr.


Neulich wurde ich auch überrascht. Wie es Überraschungen so an sich haben, habe ich überhaupt nicht damit gerechnet und dementsprechend groß war die Freude, weil es eine tolle Überraschung von einem für mich ganz besonderen Menschen war, der mir ein Paar Ohrringe mit Eulenanhänger geschenkt hat. Die Eulenohrringe sehen so süß und niedlich aus, sie gefallen mir sehr und ich versuche sie so oft wie möglich zu tragen. Für mich ist es nicht nur ein Paar Ohrringe. Nein, diese Ohrringe sehen nicht nur total schön und niedlich aus, sie haben einen sehr großen emotionalen Wert für mich. Dieser Wert ist für mich so hoch, dass ich Sorge habe, dass ich versehentlich einen verliere, auch wenn mir sowas noch nie passiert ist, oder die Ohrringe aus welchem Grund auch immer beschädigt werden. Auch wenn ich diese Sorge habe, trage ich sie mit Stolz und sie erinnern mich immer an den besonderen Menschen, der mich überrascht hat.


Heute ist ein Tag an dem ich so einige Menschen überrasche. Erste Überraschung noch ganz früh am morgen, ich frage ob am Tag B Zeit ist, nur wenige Minuten später plingt die Antwort das Zeit ist, auf diese Antwort hatte ich gehofft und es freut mich richtig doll, ist es für mich teils ein besonderer Tag, auch wenn nicht mehr so doll wie früher. An diesem Tag und möchte ich nur Personen sehen bzw. um mich haben, die mir wichtig sind und dieses Jahr klappt es, worüber ich mich sehr sehr freue. Mein gegenüber am anderen Ende der Messenger-Leitung freut sich auch wahnsinnig. Es ist eine Freude, die man richtig gespürt hat, was mich sehr freut, denn die Überraschung ist gelungen.


Zweite Überraschung für manche immer noch kurz vorm Aufstehen, für uns beide nicht. Heute ist der Geburtstag der wichtigsten Frau in meinem Leben, meine Mama. Sie dachte, dass ich arbeiten muss und wir sind uns einig gewesen, dass wir schon groß sind und es nicht so schlimm ist, wenn wir uns nicht sehen. Arbeitsbedingt ist es mir leider nicht möglich sie abends zu besuchen. Der Zufall spielt mit und sie ist in meiner Wohngegend unterwegs. Natürlich kenne ich die Gewohnheiten und Abläufe. Kurz vor um bin ich an dem Ort, wo sie gleich eintreffen müsste … 1 min vergeht … 2 min vergehen … ich werde unruhig und laufe ihr entgegen, weiß ich zum Glück genau wo sie lang geht. Und dann sah ich sie und lief auf sie zu mit einem fetten Grinsen auf dem Gesicht … anders als erwartet weicht sie mir relativ weit entfernt aus … dann wurde der Abstand zwischen uns geringer und dann sah ich wie ihre Augen immer größer wurden und ein Strahlen auf ihrem Gesicht entstand, ein wunderschöner Moment. Sie hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass ich sie überrasche, in keinsterweise. Ich hatte die Vermutung, dass sie etwas ahnt, sind doch solche Überraschungen genau mein Ding und ich bin in der Hinsicht ein kleines Schlitzohr habe ich mir sagen lassen. Sie war der felsenfest davon überzeugt, dass ich schon schön brav und fleißig auf Arbeit sitze … Nein Mama nicht heute, heute hast du es verdient überrascht zu werden. Du tust so unglaublich viel für mich, du bist eine wahre Löwen-Mama und die beste Mama der Welt. Danke Mama, für alles und vor allem, dass es dich gibt. Es gab auch schon ein kleines Geschenk, dieses Jahr war ich (mit Unterstützung) kreativer und es gab etwas Selbstgemachtes. Ich mag selbstgemachte Dinge, sie sind so viel wertvoller als irgendetwas gekauftes. Ich geb zu, dass ich auch oft noch etwas kaufe, weil es manchmal mit dem Selbstgemachten nicht so einfach ist, aber es ist was draus geworden und sie hat sich wahnsinnig gefreut darüber und das ist für mich das Wichtigste. Was sie noch nicht weiß, dass es noch mehr Geschenke geben wird, nicht nur von mir und ich bin gespannt auf ihre Reaktionen.


Nachdem ich für zwei Überraschungen gesorgt hatte, hätte ich nicht gedacht, dass ich heute nochmal überrascht werde. Doch es war so, damit hätte icht nicht gerechnet, dass daran in dieser Form gedacht wird. Es hat mich sehr berührt und gefreut.


Für den heutigen Überraschungstag bin ich sehr dankbar.

Mein (Lebens)Baum

Im gestrigen Beitrag war das Bild eines Baumes zu sehen, den ich sehr mag. Wenn ich ihn sehe, kommt mir der Lebensbaum in Gedanken. Er ist zwar noch ein recht junger Baum, aber er ist wie mich was Besonderes und ich für mich sehe in ihm meinen Lebensbaum. Ich hoffe, dass er so lange wie möglich da sein wird und ich immer die Chance haben werde zu ihm zu gehen und zu sehen wir größer und noch stärker wird.

Er erinnert mich an eine liebe und besondere Peron in meinem Leben … beide stehen alleine da und lassen sich aber trotz allen Begebenheiten, die passieren, nie unterkriegen und trotzen allem stark entgegen, auch wenn es nicht immer einfach ist und ein paar kleine Äste bestimmt verloren gehen. Aber mit allem was sie erleben, sei es positiv oder negativ entwickeln sie sich immer weiter und das ist schön mit anzusehen und es freut und ehrt mich ein kleiner Teil davon zu sein.

Lächeln

Hat ein Lächeln heutzutage überhaupt noch einen Wert?

Wenn ich durch die Straßen gehe, sehe ich meist grimmig und unfreundlich drein schauende Menschen. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt und egoistisch und achtet nicht auf andere und hilft oft auch nicht, wenn jemand Hilfe benötigt und sieht jeden anderen Menschen nur als Feind oder Konkurrent. Manche schauen einen so grimmig und böse an, dass einem fast ein Schauer über den Rücken läuft. Es ist selten einen lächelnden Menschen anzutreffen.

Doch warum eigentlich?
Ein Lächeln kostet nichts, tut nicht weh und kann einem Tag verschönern und gibt ein gutes Gefühl … sei als ‚Nehmer‘ oder ‚Geber‘. In einer Beziehung hat es einen so großen Einfluss, es sagt manchmal  wie ein Blick mehr als Worte.
Ich finde das schade, dass es kaum noch ein Lächeln gibt … vor allem ein ehrliches Lächeln. Hier muss man unterscheiden … viele haben nur noch ein Zwangslächeln auf dem Gesicht … dann soll man eher nicht lächeln.

Ich lächel gerne und freue mich über lächelnde Menschen und antworte ihnen auch mit einem Lächeln.
Ich habe in den letzten Jahren immer wieder fremden Menschen einfach mal zugelächelt … das hatte mich Anfangs sehr viel Überwindung gekostet, bin ich eigentlich nicht die der Typ, der auf Menschen zu geht, aber ich war über die Reaktionen der Menschen erstaunt, sehr viele haben zurück gelächelt und man hat die Freude auf ihren Gesichtern gesehen. Viele der sehr unfreundlich und grimmig drein schauenden Menschen haben auch das Lächeln erwidert, was mich positiv überrascht hat und vor allem gefreut hat. Manche Menschen haben mich dann sogar auf mein Lächeln angesprochen, dass sie es schön fanden, dass ich sie angelächelt habe und es wurden ein paar kurze Worte gewechselt mit der Erkenntnis, dass es auch andere Menschen gibt, die das auch so sehen.

Vielleicht sollten wir uns in manchen Sachen wieder auf die einfachen schönen Dinge besinnen… es muss nicht immer etwas Materielles sein, sei es in Form von riesigen oder teuren Geschenken.
Vielleicht sollte man auch mal wieder auf seine Mitmenschen achten und ihnen einfach ein Lächeln schenken … und nicht so egoistisch und grimmig sein … einfach mal ausprobieren … meist bekommt man eine nette Antwort in Form ein netten Lächelns zurück, was ein schönes Gefühl ist.
In diesem Sinne: Bitte lächeln 🙂

Lächeln, eingefangen vom Lichtbildpropheten (Danke!)

Drei Jahre

Vor drei Jahren hat dein Herz aufgehört zu schlagen und hat dich von deinem Leid und deinen Schmerzen erlöst.
Es kommt mir manchmal vor als wäre es erst gestern gewesen und manchmal als wäre es schön länger her. Es war für dich das Beste, dass wissen alle … aber trotzdem hättest du noch für immer bei uns bleiben können. Du hast bei uns allen eine sehr große klaffende Lücke hinterlassen und wir vermissen dich so sehr.
Ich werde nie das Strahlen in deinen Augen vergessen als ich deinen Ehering gefunden hatte und ihn dir gegeben hatte, nachdem du ihn verloren hattest und nicht mehr finden konntest. Ich hatte so gehofft, dass ich ihn finden würde.
Es ist so schade, dass du so viele Dinge nicht mehr miterleben konntest und nicht miterleben wirst. Doch in unseren Herzen wirst du weiterleben und immer dabei sein. Wir vermissen dich so sehr …. warum bist du nicht mehr da … warum musstest du gehen und warum auch so früh … .
Ruhe weiterhin in Frieden.

Und dann warst du auf einmal weg …

… und für mich ist eine Welt zusammengebrochen und hinterließ eine klaffende Wunde.

Wir haben uns zur Einschulung kennen gelernt, wir saßen ab dem ersten Schultag nebeneinander. Beide waren wir introvertiert und schüchtern und das hat uns ab dem ersten Tag verbunden und es entstand eine tolle Freundschaft, wir haben alles zusammen gemacht, es gab nichts, wo man uns nicht zusammen antreffen konnte, sei es in der Schule oder nach der Schule gewesen. Es hätte eine Freundschaft fürs Leben werden können, die nichts erschüttern kann. Wir waren einfach unzertrennlich, ein Herz und eine Seele, es hatte den Anschein, dass nichts dieses Glück zerstören konnte … doch es kam anders … eines morgens warst du nicht in der Schule. Es war ein Frühjahrstag in der 2. Klasse. In der ersten Pause hatte ich unsere Klassenlehrerin gefragt wo du bist. Sie nahm mich zur Seite und wir gingen auf den Flur. Sie sagte mir, dass du nicht kommen wirst, ich fragte, ob du am nächsten Tag wieder da sein wirst, auch diesmal sagte sie, dass du nicht kommen wirst. Ich war traurig, sehr traurig und die erste Träne kullerte schon. Nach einer kurzen Pause sagte unsere Klassenlehrerin mir, dass du nie wiederkommen wirst, da du mit deiner Mutter weggezogen bist. In diesem Moment ist eine Welt zusammengebrochen und ich habe Ozeane geweint. Ein Moment, den ich nie im Leben im vergessen werde und auch heute treibt es mir noch Tränen in die Augen, wenn ich daran denke. Ich kann mich an das danach kaum noch erinnern, ich habe jeden Tag geweint und jeden Erwachsenen gefragt, ob du vielleicht doch noch wiederkommst, doch es war vergebens, du kamst nicht wieder. Es hat mich Wochen … Monate sehr mitgenommen, du hast mir so gefehlt und es gab nichts, was mich aufmuntern konnte, ich war nur noch traurig und unglücklich, meine Welt lag einfach nur in Trümmern, die nicht wieder aufgebaut werden konnten. Irgendwann in der 3. Klasse ging es langsam besser, aber es verging kein Tag, wo ich nicht an dich gedacht und dich nicht vermisst habe und ich konnte nie wieder jemanden wie dich finden …

Einige Zeit später habe ich erfahren, dass unsere Klassenlehrerin es lange wusste, dass du fortgehen wirst und auch meine Eltern hatten es kurz vorher erfahren. Doch es hat es mir keiner gesagt, es hat keiner für nötig gehalten mir auch nur ein Sterbenswörtchen zu sagen. Auf der einen Seite weiß ich warum sie es nicht getan haben, ich hätte vorher schon Sturzbäche geweint, doch so hätte ich dir wenigstens noch Tschüss sagen können, auch wenn es sehr schmerzhaft gewesen und mehr wie traurig für mich gewesen wäre, aber es wäre eine Abschied, ein Abschluss gewesen. Aber so wie es gelaufen ist, war es noch traumatischer und schmerzhafter für mich. Ich weiß, dass es alle nur lieb und gut gemeint haben, aber das ist eine Sache, die ich nicht verzeihen kann, bis jetzt jedenfalls noch nicht … es hat mich nochmal zusätzlich dermaßen enttäuscht und traurig gemacht … ab diesem Punkt stand ich allen zukünftigen Freundschaften immer skeptisch gegenüber und tue es heute noch, aus Angst, dass es wieder passiert.

Wir konnten uns nie verabschieden … nie Lebewohl sagen … du warst einfach auf einmal weg, weshalb ich nie damit abschließen kann. Du hast eine Lücke in meinem Leben hinterlassen, die keiner wieder füllen kann … eine Wunde, die sich nie schließen wird … es macht mich heute noch sehr traurig …

Ich habe all die Jahre nach dir gesucht, doch nie habe ich dich gefunden … inzwischen glaube ich auch nicht mehr daran dich zu finden, auch wenn ein Fünkchen Hoffnung immer da sein wird.

Liebe Johanna … dieser Beitrag ist für dich und ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass du am Leben bist und es dir gut geht.