Ostern auf corollisch

Dieses Jahr ist Ostern etwas anders … Corolla-Corona-Corinna hat zugeschlagen. Mir geht es alles immer noch auf die Nerven mit den Ausgangsbeschränkungen, Hamstereinkäufen, etc., aber so langsam kann ich dem Ganzen ein klein wenig etwas Positives abgewinnen. Das wichtigste und beste für mich ist, dass ich bis jetzt ein Mal die Woche für einen Vormittag für mich sein kann und meist kleckserisch vieles raus lassen kann, was mir auf der Seele liegt.
Ein weiterer Vorteil ist Ostern … diesmal auf corollisch, bedeutet, dass die Familientreffen ausfallen. Dies stört mich überhaupt nicht, denn auf Familientreffen kann ich gut und gerne verzichten, sie sind nervig und langweilig. So habe ich vier Tage für mich, und hab genug Zeit mal nachzudenken, sei es über mich oder über anderes. Ich genieße es und das Wetter macht zum Glück mit.
In diesem Sinne: Frohe Ostern!

Einkaufserlebnis zu Corolla-Corinna-Zeiten

Das Einkaufen von Lebensmitteln ist aktuell schon ein Erlebnis, schön, dass ich für diesen Erlebnispark namens Supermarkt nicht noch eine Eintrittskarte kaufen muss. 

Manchen Supermarkt darf man nur mit Einkaufskorb betreten … ist etwas doof wenn man nur wegen einer Kleinigkeit einen Korb nehmen muss, obwohl man es locker in einer Hand tragen könnte. Noch dazu gibt es nicht so viel Körbe, sodass man mittelmäßig bis dicht gedrängt in einer Traube von Menschen steht und auf einen Korb wartet. Da stört es komischerweise niemanden, dass man keinen Sicherheitsabstand einhält, denn alle wollen das nächste Körbchen haben. Echt klasse. Es ist so als wenn bei manchen das Hirn ausschaltet, wenn es ums Hamstern geht, hauptsache so viel wie möglich und alles was es gibt kaufen, auch wenn man es nicht isst, hauptsache besitzen. Als wenn der Besitz die neue oberste Direktive ist. Egoistenschweine!

„Zurück auf Ihren Punkt! Gehen Sie zurück auf Ihren blauen Punkt!“. Bis ich mitbekommen hatte was die Kassiererin von einem anderen Supermarkt von mir wollte, hat sie mich noch zwei Mal so angeschnauzt. Den zahlreichen Kunden hinter mir ging es auch so. Ich blickte zu Boden und sah, dass ich eine Schuhelänge vor meinem blauen Punkt stand … wie konnte ich nur. Mein blauer Punkt war am Ende des Kassenbandes, der nächste Kunde vor mir, war schon der Kunde, der gerade abkassiert wurde, geschätzte 3 – 3,5 m Abstand zwischen uns bzw. mir und der Kassiererin. Hinter mir ist die Schlange inzwischen schon so lang, dass sie weit über die Hälfte der Länge des Marktes hinaus ragte und sich die Kunden aus den Quergängen ständig an den wartenden Kunden durchdrängeln müssen, 1,5 – 2 m Abstand werden hier in keinster Weise eingehalten, selbst ein Meter ist schon übertrieben … naja … was soll man dazu sagen … ich werde zukünftig wohl besser auf meinen blauen Punkt achten müssen.

Das man mich nicht falsch versteht, ich weiß aus engstem Familienkreis wie grad die aktuelle Situation im Einzelhandel ist und ich möchte mit niemanden dort tauschen, dies gilt auch für Pflegepersonal, etc. Alle haben meinen großen Dank und Respekt!