An Tagen wie diesen …

… wo gefühlt alles schief geht und irgendwie auch nicht. Die Familie, die man sich nicht aussuchen kann, hat sich angekündigt und wünscht sich meine TripleSchokoSchockCookies. Kein Problem dachte ich mir, die wollte ich schon seit langer Zeit mal wieder backen, denn irgendwann haben auch die Zutaten ein Todesdatum, was aber zum Glück noch etwas dauert, was man vom armen Pudding letztens nicht sagen kann. Ich fing an alle Zutaten zusammen zu suchen, während die Butter in der Mikrowelle wieder ihre legendäre Flugshow hinlegt, zum Glück gibt es Abdeckhauben. Während ich danach den Mixer quälte oder er mich, das weiß ich bei diesem Teig immer nicht, wer am Ende geschaffter ist, der Mixer, der jeden Moment droht in Rauch aufzugehen oder ich nach meinen Fitnesskurs „SchokoSchock für Fortgeschrittene“. In dem Moment wusste ich wieder warum es die Cookies nicht oft gibt. Heute war es aber anders, noch schwerer als sonst … ich ging nochmal in mich, ich muss etwas falsch gemacht haben. Ich gehöre nicht zu denen, die die Schuld bei den anderen suchen, nein ich schaue zuerst bei mir. Ich ging Posten für Posten das Rezept durch und da war der Übeltäter, ein Stück Butter fehlte … ja ein Stück sind halt nur 250 g und nicht 500 g, wie ich kurz nach dem Aufstehen dachte. Was für ein dummer Fehler, passiert mir das doch sonst nicht. Ich war mit meinen Gedanken woanders – wahrscheinlich war ich wieder bei dir, wie immer. Das fehlende Stück Butter war schnell hinzugefügt und der Teig fühlte sich schon besser an, so muss er sein. Kurz bevor der Teig fertig ist, müssen die Knethaken getauscht. Ist ja kein Problem und kinderleicht. Ist nur blöd, wenn man mit den Gedanken nicht bei der Sache und beim Rausziehen der Knethaken ausversehen den Mixer wieder einschaltet und vor Schreck nicht ausschaltet und sondern ein paar Stufen höher dreht, damit die Teigpampe auch wirklich in der letzten Ecke der Küche landet. So ne verdammte … na ihr wisst schon. Ich habe schlimmer geschimpft als ein Rohrspatz. Oder wie ein Rohrspatz? Ich glaube als ist richtig. Und eigentlich ist mir das auch egal, jeder versteht mich und es machen so viele Menschen falsch. Die Familie sieht das anders. Ich habe nichst gegen sie und ich habe auch nichts gegen Lehrer … aber Lehrer in der Familie können echt anstrengend sein und gerade beim als und wie werde ich doch des Öfteren belehrt und das es ja so einfach wäre und man nicht verstehe warum das so viele falsch machen. Ja ist es auch einfach, aber man redet einfach und denkt nicht nach, vor allem nicht, wenn man stinksauer ist, weil die Küche schlimmer aussieht als nach meiner gestrigen Farbschlacht, die mich gestern sehr unzufrieden und bockig gestimmt hat. Eine Nacht später hat sich das Blatt jedoch gewendet und ich war sehr positiv überrascht von meinem Bild. Nach meiner trotzigen Bockphase hätte ich nicht gedacht, dass nach dieser Farbschweinerei noch etwas Brauchbares raus kommt. Nach dem Teig-Malheur machte sich die alte „Kriegsverletzung“ wieder bemerkbar, die vor einiger Zeit wieder aufgegangen ist und nun einfach nicht heilen möchte und zeitweilig bei jeden Schritt schmerzt. Da hatte das Krümelrodeo doch was Gutes mal nicht daran gedacht zu haben. Aber wie sagt man so schon, ein Indianer kennt keinen Schmerz. Darf man das heute eigentlich noch sagen oder ist man dann gleich wieder rassistisch oder so? Irgendwie darf man heutzutage ja eh nicht mehr seine Meinung äußern, obwohl es ja eigentlich eine Meinungsfreiheit gibt. Aber sobald man etwas sagt, ist man gleich rassistisch, ein Nazi, usw. Dabei ist man das gar nicht und wollte nur seine Meinung kundtun, was das Recht von jedem ist … dachte ich jedenfalls. Man soll ja auch nicht mehr denken, sondern soll alles Häppchenweise vor die Nase gestellt bekommen. Komische Welt, die immer öfter nicht mehr Meine zu sein scheint.