Vorbei – Nachtrag

Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, ein Klassiker zu Weihnachten und auch einer meiner absoluten Klassiker, egal ob Buch oder Film. Ich hatte mal eine Tradition … jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit habe ich die Verfilmung geschaut, entweder die Zeichentrickversion oder die mit Patrick Stewart … ich liebe beide Versionen und ich liebe dieses Geschichte einfach … hat sie doch so einen moralischen Wert und regt zum Nachdenken an. Viele Menschen sollten sich diese Geschichte mal zu Gemüte führen und sich mal wieder besonnen und Wertschätzung lernen. Leider ist es für mich nun das zweite Jahr in Folge, wo ich sie wieder nicht gesehen habe und ich meine Tradition gebrochen habe … das macht mich sehr traurig … auch wenn manche sagen, dass es doch nur ein Film bzw. Geschichte ist, aber mir bedeutet sie etwas, sehr viel sogar …

Vorbei

Nun ist Weihnachten vorbei … dieses Jahr ist alles anderes gewesen, was nicht nur mit Corona zu tun hatte … ob besser oder schlechter kann ich nicht sagen, mal so, mal so denke ich … Betrachtungssache.

Heiligabend verließ ich kurz nach halb sieben das Haus, es ist dunkel, nieselig und kaum ein Mensch unterwegs, eine rechte Weihnachtsstimmung kommt  nicht bei mir auf … wie jedes Jahr. Ich mag es sehr, früh morgens allein unterwegs zu sein, die Ruhe zu genießen bevor ein trubeliger Tag beginnt. Es ist insgesamt eine teils gedämpfte Stimmung spürbar, was angenehm war. Abends wurde der erste Teil der Familie abgearbeitet … erstaunlicherweise lief mal alles friedlich ab.

Am ersten Feiertag, ist erstmal ausschlafen angesagt, naja oder einfach liegen bleiben und mal die Seele baumeln lassen und den Gedanken im Kopf mal etwas Ruhe und Raum  geben. Sie haben eine sehr schwierige Aufgabe zu lösen.
Abends beim zweiten Teil der Familie kommt man zur Ruhe und wird nachdenklich. Eine meiner mir liebsten Personen konnte ich leider nicht sehen … das war sehr traurig für mich und ich habe sie schmerzlichst vermisst, dies ging mir schon am Tag davor so und auch am nächsten Tag und eigentlich vermisse ich sie immer.

Am zweiten Feiertag war die Schwiegerfamilie dran … sechs Stunden  Kinder bespaßen und drei Lehrkräften beim Schnattern zu hören … puhh … da ist man fertig hinterher … vor allem wenn der Große so ein Raufbold ist und immer nur rum schreien kann. Ich liebe Kinder, aber es ist schön, dass man dann iwann auch wieder geht. Klar mit den eigenen Kindern wäre es was anderes.
Die Essenplanung mit der Schwiegerfamilie fing schon Wochen vorher an. Ich hatte drei Ideen und alle kamen sehr gut an … also hatte ich drei Vorschläge als Wünsche geäußert, was es zu den drei unterschiedlichen Zeitpunkten zu Essen geben kann und die waren eigentlich auch fix, weil alle zufrieden waren damit … kurz vor Weihnachten fragte ich mal nach, denn es wurde die ganze Zeit geschwiegen zu dem Thema … der Plan wurde komplett übern Haufen geworfen … aber was erwarte ich auch … ist halt die Schwiegerfamilie … da gehört man einfach nicht wirklich dazu, dass merkt man immer wieder, egal bei was … auch bei Unterhaltungen kommt man einfach nicht zu Wort und wenn doch wird einem nicht zugehört oder ins Wort gefallen … darauf hab ich keinen Bock und sitze dann lieber schweigend da … was soll ich auch erzählen … interessiert ja eh keinen …

Mein Fazit für dieses Jahr Weihnachten … drei Tage nur asiatisches Abendessen ist öde auf Dauer, aber was tut man nicht alles für den Familienfrieden. Ich bin und werde ein grinchgrüner Weihnachtsmuffel bleiben und du hast mir sehr gefehlt.