Mein Freund DHL

Letzte Woche war diese Cyber-Woche oder wie sich das nannte. Ja es gab viele Angebote und ich konnte mir so einige auch nicht entgehen lassen, gebe ich ja zu… sei es eine flauschige Plüschpummeldecke, Lippenschmiere oder eine Ladung neuer SW-Munition für meine Knipsmaschinen.

Gleich vorneweg, ich bin natürlich nicht mit DHL befreundet. Im Moment treibt mich der Verein zur Weißglut und ich kann nicht wirklich etwas machen. Montagabend sitze ich gemütlich auf der Couch, es war schon fast Zeit, um mal zu schauen was meine Matratze mir erzählen möchte, da flattert noch eine Nachricht herein, dass mein Paket angekommen ist, in der Packstation XYZ. Schlaftrunken diese Packstation gesucht… stark verwundert … es war nicht meine Wunschpackstation XXX, die nur 500 m von mir zu Hause entfernt ist und auch nicht eine der anderen drei Stationen auf die ich immer ausweichen muss… nein mein Paket liegt in Packstation XYZ … diese Packstation ist nicht 500 m entfernt, nein viel besser, sie ist nur sage und schreibe 5000 m entfernt, na Mensch ist das nicht toll, gleich um die Ecke, hast du echt fein gemacht DHL. Ich weiß es sind nur 5 km. Ich scheue mich auch nicht diese 5 km zu fahren. Mir geht es ums Prinzip und auch darum, dass ich nicht weiß wie mein Paket von der Größe her verpackt ist. Eine kleine Sache, die in einen Schuhkarton passt, wird dann schon mal in einem Paket mit der Größe eines Staubsaugers verschickt und das passt dann nicht meine sportliche Gepäckträgertasche und ich muss dann schieben und das Paket auf dem Gepäckträger im Balanceakt festhalten. Wenn ich das von meiner Wunsch-Packstation 500 m nach Hause machen muss, stört mich das nicht die Bohne, aber keine 5 km. Es gibt drei andere Packstation im Umkreis von 1 km bei mir. Es kann mir keiner erklären, dass alle Fächer dieser Packstationen voll sind. Alternativ gibt es immer noch die Postfiliale, die nur 1 km entfernt ist. Es ärgert mich zwar auch jedes Mal, wenn dort das Paket landet, weil die Öffnungszeiten nicht so arbeitnehmerfreundlich sind und ich nach Feierabend keine Lust habe jedes Mal 30-45 min zu warten bis ich an der Reihe bin. Trotzdem wäre mir diese Variante lieber als die 5 km entfernte Packstation. Ich bin leider nicht im Besitz eines 4-5 rädrigen Gefährts, was sich manchmal Auto nennt. Ich darf zwar eins lenken, aber trotzdem habe ich nur einen Drahtesel mit dem ich alles erledige. Hätte ich ein Auto würde ich das Paket zwar abholen, aber es geht einfach darum, dass es so viele andere Möglichkeiten gibt das Paket abzugeben. Dann bringt mir die Packstation nichts, wenn ich gefühlt zum Hinterteil der Welt latschen oder fahren muss.

Ich weiß nicht warum mein Paket dort gelandet ist. Wenn ich den Menschen antreffe, der jeden Tag liebevoll die Packstation füllt, dann möchte ich am liebsten gleich wieder gehen. Es ist und bleibt leider eine Wunschvorstellung, dass mein Paket ganz normal vorne in das Fach gelegt wird und ich es mühelos entnehmen kann. Die Realität sieht dann doch ganz anders aus. Mit ordentlich Schmackes wird das Paket bis zum hinteren Ende des Faches geschleudert, schlägt dort an und bleibt liegen und muss sich wahrscheinlich erstmal von den ganzen Strapazen erholen und freut sich, wenn ich es abhole. Allerding erst nachdem ich mühevoll meinen Arm in das kleinste Fach stecken muss … das ist eigentlich untertrieben, ich muss meinen Arm bei sehr kleinen Sendungen regelrecht in das Fach quetschen und versuchen mit meinen Fingern meine Sendung zu angeln. Ich möchte nicht wissen wie das aussieht, aber es kam schon des Öfteren vor, dass ich belächelt wurde als ich so halb in der Packstation hing. Ich finde das alles andere als lustig. Das Gleiche gilt für das unterste Fach in der Packstation. Ja ich mache jedes Mal Luftsprünge wenn draußen mal wieder das übelste Sauwetter ist und ich zur Station stapfe und ich alles eintippe was einzutippen ist und ich sehe, dass das unterste Fach sich öffnet, ich dann auf den Boden krauchen muss und mein Paket vom hintersten Winkel des Fach zu mir locken muss. Vielleicht sollte ich DHL zukünftig die Hose zur Reinigung schicken, die dann jedes Mal aussieht als wenn ich im Kindergarten an der Regenpfützenparty teilgenommen hätte. Ich kann Arbeitsmoral des Packstationbefüllers verstehen, so ist es nicht, ich möchte den Job auch nicht machen, aber ich kann nichts dafür. Ich finde meinen Job auch nicht so dolle und  die monatliche Summe, die immer Ende des Monats auf mein Konto flattert sehe ich als Schmerzensgeld an. Ich zahle fleißig für diesen Service und das Porto wird immer teurer und der Service im schlechter. Wenn ich ein Paket über die Station zurückschicke, lege ich es ganz normal vorne hin, sodass der Entnehmer es ganz einfach greifen kann. Ich feuere es auch nicht durch das ganze Fach, u.a. auch mit der Sorge, dass es dann übersehen wird. Ich mache das, weil es sich so gehört und ich dem Entnehmer das Leben nicht schwerer zu machen als es vllt. schon ist.

Es ist das erste Mal, dass ich nicht bis sonste wo fahre und mein Paket abhole, diesmal weigere ich mich, ich habe keine Lust mich ständig von DHL Pontius zu Pilatus schicken zu lassen, mir reicht es langsam und ich hab echt die Faxen dicke, denn es passiert ständig, teilweise jede Woche.

Liebes DHL, es wäre schön, wenn mein Paket nicht fast jedes Mal in Hinterposemuckel landet und ich nicht meinen Arm bis zum Zerquetschen in das kleinste Fach quetschen muss und ich nicht jedes Mal den Boden mit meiner Hose wischen muss, um an mein Paket zu kommen.

M_010_2020

Zwilling

Nr. M_004 (Eine wundervolle und tolle Zusammenarbeit mit dem lieben Lichtbildprophet)

Danke!
Danke für Dich!
Danke für Deine Liebe!
Danke für das, was du auf Dich nimmst!
Danke, dass Du da bist und es Dich gibt!
Danke für das, was Du für mich tust!
Danke für Deinen Mut!
Danke für Alles!
Danke!