Und da sind sie wieder …

… die lieben Zweifel, Emotions- und Gedankenquerschläger. Ich habe sie nicht vermisst und war froh mal etwas Ruhe vor ihnen zu haben. Ich denke es war diesmal eine etwas längere Pause vor ihnen und ich muss gestehen, dass ich sie nicht vermisst habe, es war schön … ich war glücklich. Doch nun sind sie wieder da … warum auch immer jetzt wieder so eine Phase ist … ich weiß es nicht … die letzten Tage waren emotional und gedanklich betrachtet turbulent und anstrengend … sei es Vergangenes, Aktuelles, Zukünftiges, Ignoranz von anderen, vielleicht das Vermissen von jemanden oder auch ein geduldiger ‚Kampf‘ … ich weiß es nicht, es ist von allem etwas, manches mehr und manches weniger.

Problem in solchen Situationen ist, dass die Gedanken und Emotionen mehr als nur Achterbahn spielen, sie drehen und ich kann nur ‚zusehen‘ und in der Zeit ist kaum ein klarer Gedanke zu fassen, was schwer mit dem normalen Leben vereinbar ist, in jeglicher Hinsicht.

Ein viel größeres Problem ist, dass ich fange an zu zerstören … zu zweifeln … ungehalten zu werden … alles und jeden zu vergraulen, auch diejenigen, die mir mehr als sehr am Herzen liegen … in Frage zu stellen … und zwar alles … auch die Dinge, die wirklich fix sind und schon etliche Male gesagt/bestätigt wurden … ich mag es nicht, aber manchmal (oder eigentlich sehr oft) ist es wie ein indirekter Zwang, dem ich hilflos ausgeliefert bin und mich nicht wehren kann und ich dann einfach nicht anders kann. Ich hasse diese zerstörerische Art … ich hasse es dann einem geliebten Menschen weh zu tun … ich hasse es alles anzuzweifeln … ich hasse es alles in Frage zu stellen … ich hasse mich dafür … ich hasse es, dass ich immer eine gewisse Bestätigung brauche, was manchmal das Einzige ist was hilft … was doof ist … es ist nicht immer jemand da oder gewillt das zu tun … ich hasse es am Ende vor den Scherben meiner Verzweiflungstaten zu stehen … ich hasse mich dafür … ich will das nicht mehr … es soll aufhören … für immer …

Einkaufserlebnis zu Corolla-Corinna-Zeiten

Das Einkaufen von Lebensmitteln ist aktuell schon ein Erlebnis, schön, dass ich für diesen Erlebnispark namens Supermarkt nicht noch eine Eintrittskarte kaufen muss. 

Manchen Supermarkt darf man nur mit Einkaufskorb betreten … ist etwas doof wenn man nur wegen einer Kleinigkeit einen Korb nehmen muss, obwohl man es locker in einer Hand tragen könnte. Noch dazu gibt es nicht so viel Körbe, sodass man mittelmäßig bis dicht gedrängt in einer Traube von Menschen steht und auf einen Korb wartet. Da stört es komischerweise niemanden, dass man keinen Sicherheitsabstand einhält, denn alle wollen das nächste Körbchen haben. Echt klasse. Es ist so als wenn bei manchen das Hirn ausschaltet, wenn es ums Hamstern geht, hauptsache so viel wie möglich und alles was es gibt kaufen, auch wenn man es nicht isst, hauptsache besitzen. Als wenn der Besitz die neue oberste Direktive ist. Egoistenschweine!

„Zurück auf Ihren Punkt! Gehen Sie zurück auf Ihren blauen Punkt!“. Bis ich mitbekommen hatte was die Kassiererin von einem anderen Supermarkt von mir wollte, hat sie mich noch zwei Mal so angeschnauzt. Den zahlreichen Kunden hinter mir ging es auch so. Ich blickte zu Boden und sah, dass ich eine Schuhelänge vor meinem blauen Punkt stand … wie konnte ich nur. Mein blauer Punkt war am Ende des Kassenbandes, der nächste Kunde vor mir, war schon der Kunde, der gerade abkassiert wurde, geschätzte 3 – 3,5 m Abstand zwischen uns bzw. mir und der Kassiererin. Hinter mir ist die Schlange inzwischen schon so lang, dass sie weit über die Hälfte der Länge des Marktes hinaus ragte und sich die Kunden aus den Quergängen ständig an den wartenden Kunden durchdrängeln müssen, 1,5 – 2 m Abstand werden hier in keinster Weise eingehalten, selbst ein Meter ist schon übertrieben … naja … was soll man dazu sagen … ich werde zukünftig wohl besser auf meinen blauen Punkt achten müssen.

Das man mich nicht falsch versteht, ich weiß aus engstem Familienkreis wie grad die aktuelle Situation im Einzelhandel ist und ich möchte mit niemanden dort tauschen, dies gilt auch für Pflegepersonal, etc. Alle haben meinen großen Dank und Respekt!